Die Biene, resp. der Bien

In der Schweiz gibt es ca. 500 verschiedene Bienenarten. Die meisten sind Wildbienen und leben solitär. Wenn wir von Bienen sprechen dann meinen wir überwiegend die Honigbiene, Apis Mellifera, um die wir uns bei unserer imkerlichen Arbeit hauptsächlich kümmern. Die Bienen haben auf uns Menschen schon immer eine ganz besondere Anziehungskraft ausgeübt. Beobachtungen der emsigen Abläufe im Bienenvolk und das angenehme Summen wirken auf uns beruhigend.

Die Honigbiene lebt staatenbildend. Den Begriff für den Superorganismus des Bienenvolkes, in dem Honigbienen in Gemeinschaft leben nennt man „Bien“. Diese Gemeinschaft hat Fähigkeiten entwickelt, die die einzelne Biene nicht beherrscht. Ein Beispiel: Obwohl sie als Insekten Kaltblüter sind, können sie in der Gruppe die Temperatur dauerhaft halten wie ein warmblütiges Tier.

Im Winter mit ca. 10.000 bis 15.000 und im Sommer mit ca. 30.000 bis 50.000 Bienen. In jedem Volk befindet sich eine Königin, einige hundert Drohnen (nur im Sommer) und viele Arbeitsbienen.

Die Königin

…sorgt mit ihrer Ei-Ablage für Nachkommen im Bienenvolk und stellt somit das Zentrum des Bienenvolks dar. Im Sommer legt die Königin bis zu 2000 Eier am Tag. Sie kann bis zu 5 Jahre alt werden.

Die Arbeiterinnen

…durchlaufen in ihrem Leben alle Aufgaben, die in einem Bienenvolk anfallen – von der Putzbiene, Ammenbiene, Vorratsbiene, Baubiene, Wächterbiene bis sie zum Schluss zur Sammelbiene wird.

Die Drohnen

Die Aufgabe der Drohnen (männliche Bienen) besteht darin, die Königin zu begatten. Sie haben keinen Stachel, keinen Wachs- und Sammelapparat und leben nur einen kurzen Sommer lang.

Die Bienen sind nach Rind und Schwein das 3.wichtigste Nutztier. Sie sammelt Honig im Dienste der Biodiversität. 80% der Blütenpflanzen unseres Planeten, das sind über 200.000 Arten, pflanzen sich durch Bestäubung fort.

Die Immen bereichern unsere Ernährung. Neben der Erzeugung von Honig, Pollen, Gelee Royal und Wachs beteiligt sich die Biene nicht nur an der Erhaltung der Biodiversität, sondern auch zu 35% an der Produktion unserer Ernährung. Nur eine gute Bestäubung durch Insekten garantiert wohlschmeckende und qualitativ hochwertige Früchte und einen guten Ertrag.

Die Honigbienen lebt schon seit Millionen Jahren auf der Erde und musste sich nicht wesentlich der Evolution anpassen und ändern.

Gerade in den letzten Jahren sind die Bienen erheblichen, existenzbedrohenden Problemen ausgesetzt. Ohne imkerliche Unterstützung wäre das Überleben der Honigbienen nicht mehr möglich!

Die größten Probleme entstehen durch:

– industriell entwickelte, von Monokultur geprägte Landwirtschaft,
– falsch verstandene Gartenpflege,
– Umweltverschmutzung im Allgemeinen
– extrem hohen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wie Pestiziden, Fungziden und Insektiziden.

All diese negativen Umstände belasten die Vitalität und damit das Immunsystem, Abwehrstärke und Widerstandskraft der Bienen in extremer Art und Weise.

Wir unterstützen aus diesen Gründen, zum Wohle der Bienen, Hummeln, Schmetterling & Co.  das Netzwerk Blühende Landschaft aktiv. Ebenso möchten wir alle Kunden und Mitmenschen motivieren den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu überdenken sowie im privaten Bereich, in Gärten und auf Balkonen, insektenfreundliche Blühflächen einzurichten.

Diese sind sowohl für die Insekten lebensnotwendig, als auch für uns Menschen eine Freude und Augenweide.